Düngen beim Urban Gardening

Pflanzen brauchen eine Reihe von Nährstoffen um wachsen zu können. Dazu gehören Stickstoff, Posphor, Kalium, sowie kleine Mengen an Spurenelemente. Der Boden und die Erde liefern diese Nährstoffe für deine urbane Oase, doch vor allem bei Topfpflanzen sind diese Stoffe in der Erde schnell verbraucht. Darum ist es wichtig im Urban Gardening die Pflanzen zusätzlich zu düngen.

Es gibt dafür verschiedene Möglichkeiten. Am besten ist es auf mineralisch-chemische Dünger zu verzichten und auf Biologische zurückzugreifen.

Kompost

In der Natur gehen die Nährstoffe einen ewigen Kreislauf von der Pflanze zum verrotteten organischen Material und wieder zur Pflanze. Kompost ist ein Langzeitdünger und pro Quadratmeter rechnet man mit drei bis fünf Liter Kompost. Das bedeutet für deine Topfpflanzen, dass wenige Handvoll ausreichend sind. Kompost ist im Gartencenter und lokalen Kompostierwerken erhältlich. Wenn du Platz hast kannst du natürlich auch einen eigenen Kompost anlegen.

 

Brennnesseljauche

Pflanzenjauchen geben Gemüse und Obst zusätzliche Nährstoffe. Da diese sehr reich an Stickstoff sind, werden diese auch sehr gerne als Spritzmittel gegen Schädlinge und Krankheiten verwendet. Die Jauche kann man selbst aus frischen oder getrockneten Brennnesseln ansetzen und einmal pro Monat stark zehrende Pflanzen damit düngen. Wichtig hierbei ist es die Jauche im Verhältnis 1:10 zu verdünnen, da es sonst viel zu scharf ist.

Gründüngung

Gründüngung ist eine alte Methode zur Bodenverbesserung und stammt aus dem Ackerbau. Hierzu wird zum Beispiel Phacelia ausgesät, nach dem Abblühen abgeschnitten und unter die Erde gehoben. Dadurch wird die Erde gelockert und mit Stickstoff angereichert. Bei der Gründüngung sollte man immer im Hinterkopf behalten, was als nächstes in das urbane Beet oder Gefäss angebaut wird. Eine grosse Auswahl an Gründüngungsmischungen findest du in unseren Stores oder im Onlineshop.

Kaffeesatz

Ein Wundermittel, dass in fast jedem Haushalt zu finden ist, ist Kaffeesatz. Teelöffelweis kann dieser Nährstoffreiche-Dünger in die Erde deiner Töpfe eingearbeitet werden. Wichtig hierbei ist, dass der Satz zuerst getrocknet wird bevor du ihn in die Erde gibst, da er sonst leicht zu schimmeln beginnt. Gemischt mit Tonerde ist der Kaffeesatz übersäuert diese Mischung auch die Erde nicht.

Holzasche

Falls du etwas Asche aus deinem Kamin oder Grill hast, kann dieser als pilz- und fäulnishemmender Dünger für Karotten, Sellerie und Wurzelgemüse verwendet werden.

Wurmkompost

Eine platzsparender Alternative zum Kompost ist eine Wurmkiste. Hierbei werden Küchenabfälle von Kompostwürmern zu Wurmhumus verarbeitet. Dieser bio-organischer Dünger mit hohem Nährstoffgehalt ist Geld-, Energie und auch Ressourcensparend. Wurmkisten kannst du selbst basteln oder kaufen. Mehr Infos und Anmeldung für den Workshop «Wurmkompost – So geht’s» findest du hier.

Bio-Dünger

Sehr einfach in der Lagerung und in der Anwendung ist ein Langzeit Bio-Dünger, wie beispielsweise der Biodünger Wurzelstark. Der Dünger fördert das Bodenleben und verbessert das Wurzelwachstum und die Wurzelentwicklung. Du kannst das Granulat einfach dossieren und in die Erde mischen. Ein guter Zeitpunkt ist, wenn du im Frühling vor dem Pflanzen und Säen deine Erde mit Nährstoffen anreicherst.

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